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Wissenswertes  >Igelratgeber

 

Welche Igel brauchen Hilfe?

Generell ist es verboten, Tiere der besonders geschützten Art- und dazu zählt der Igel- aus der Natur zu entnehmen.

Ausnahmen bestehen jedoch für:

  • verwaiste Igelsäuglinge
  • verletzte Igel
  • kranke Igel
  • Igel, die nach Wintereinbruch herumirren

Solche Tiere irren oder torkeln meist tagsüber umher, sind abgemagert oder voll mit Schmeißfliegen, die sogar ihre Eier abgelegt haben können.

Ausnahmen bilden aufgestörte Igel, z.B. wenn ein Laub- oder Reisighaufen entfernt wurde.


>>Die Nahrung: Erstversorgung

Meist muß die Erstversorgung improvisiert werden, da ihr Findling in der Regel sehr hungrig sein wird und sie auf „Familienzuwachs“ nicht vorbereitet sein werden.
Fürs Erste reicht ein Stück Banane, eine geschälte Weintraube, einige Sonnenblumenkerne oder ein hart gekochtes Ei und einige Haferflocken.
Besonders schmackhaft für Ihren „Besuch“ ist ein Stück Hundewurst, ein Löffel voll Katzen- oder Hundedosenfutter.
Zum Trinken sollte nur Wasser angeboten werden. Schwachen Tieren kann man etwas ungesüßten lauwarmen Fenchel- oder Kamillentee eingeben.

Auf keinen Fall dürfen sie gezuckerte oder gesalzene Speisen anbieten.
Keine Reste menschlicher Nahrung, keine Wurst, kein Brot und vor allem keine MILCH füttern!

Igelspeiseplan

Igel unter 300g: 2 bis 3 mal täglich füttern
Igel über 300g: 1 mal täglich füttern (abends)

Hauptnahrung

Hundewurst (nur notfalls Katzen- oder Hundedosenfutter)
¼ TL geriebene Nüsse
¼ TL Hafer- oder Hundeflocken
¼ TL Futterkalk (Zoofachhandel, Apotheke)
Alles miteinander mischen!!!
1 mal pro Woche1 Tropfen eines Mulitvitaminpräparates

Zusatznahrung

Obst: Bananen, Äpfel, Weintrauben (geschält)
Sonnenblumenkerne, ungeschwefelte Rosinen
Wichtig: immer Wasser anbieten


>>Vorkommen und Lebensraum

Igel zählt man erdgeschichtlich zu den Ältesten noch lebenden Säugetierarten.
Hauptsächlich kommen sie in Siedlungsrandgebieten sowie Gärten und Parks vor. Dort bevorzugen sie besonders Hecken, Gebüsche, Laub- und Reisighaufen.
Als natürliche Feinde gelten Uhu, Fuchs und Dachs. Jedoch sind auch Hunde und Katzen gefährlich für diese stacheligen Vierbeiner.
Igel sind Nachttiere und gehen daher abends auf Futter- und Nahrungssuche.
Während der nahrungsarmen Monate machen Igel einen Winterschlaf. Dafür fressen sie sich bis zum Herbst einen richtigen „Fettpolster“ als Energiespeicher an. Ihre Körperfunktionen werden bis auf ein Minimum herabgesetzt und so können sie bis zu einem halben Jahr ohne Futter auskommen.

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